Neptunbrunnen

Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit lag auf der Rettung und nun auf dem Erhalt des Neptunbrunnens. Er gehört zu den herausragenden europäischen Brunnenanlagen des 17. und 18. Jahrhunderts. Er bildet den Höhepunkt einer Gartenanlage, die Minister Heinrich Graf von Brühl unmittelbar vor den Toren der Stadt Dresden als Sommerresidenz anlegen ließ.
Der Entwurf des Neptunbrunnens wird dem französischen Architekten Zacharias Longuelune zugeschriebenen. Die von 1744 bis 1746 geschaffenen Skulpturen stammen vom oberitalienischen Bildhauer Lorenzo Mattielli.
Die 48 Meter breite barocke Brunnenanlage gipfelt in einer dreigeschossigen Kaskade. Das Zentrum bildet ein Muschelwagen, der von zwei Hippokampen gezogen wird. Auf ihm steht Neptun, den Fuß auf einem Delphin. Seitlich sitzt seine Gattin Amphitrite. Den Wagen lenken eine Nereide und ein Zephir. Triton bläst vor der Gruppe sein Muschelhorn. Die Meerfahrt des Neptuns steht häufig als Gleichnis, für den Fürsten, der die Kräfte des Landes zu lenken weiß.
Auf den Postamenten rechts und links lagern die großen Flussgötter der Antike: rechts der Nil und links der Tiber. Die Motive darunter beziehen sich auf den jeweiligen Flussgott. Unter dem Tiber werden Romulus und Remus mit der Wölfin gezeigt, zum Nil gehört die Darstellung der von Kindern umgebenen Sphinx.
Die Stufenaufgänge rechts und links vom Brunnen werden von je zwei Vasen begrenzt. Deren Reliefs erzählen Geschichten über Artemis, Dionysos, Apollon und Pan.
Der Neptunbrunnen und der Garten des Friedrichstädter Klinikums bieten Dresdnern wie Gästen einen besonderen Ort zum Verweilen. Künstlerische Feste lassen den Neptunbrunnen leben.
2013 konnte der restaurierte Brunnen dank der Spenden vieler Menschen, einer EFRE-Förderung und eines Nachlasses saniert werden.

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